Erzhütten–Wiesenthalerhof: Jahresrückblick 2020

FWG-Mitglieder im Ortsbeirat Erzhütten/Wiesenthalerhof

Im November wurde, wie von der FWG im Ortsbeirat eingebracht, mit großen Sandsteinen der Bereich um den Grillplatz und die Glascontainer beim vorderen Parkplatz des SV Wiesenthalerhof abgesperrt. Im Dezember wurden dann noch die beantragten, umklappbaren Absperrsäulen aufgebaut. So kann ein Befahren für Notfälle und wichtige Zwecke weiter möglich bleiben. Das Parken auf dem als Grünfläche ausgewiesenen Bereich ist nun nicht mehr möglich. Die FWG hofft, dass sich die durch Befahren und Parken abgestorbene Grasfläche in den kommenden Jahren auf diesem inzwischen stark verdichteten Untergrund erholen kann.

Nach wie vor ärgerlich ist, dass die frühere Hecke, die als Sichtschutz an den Glascontainern in Richtung SVW-Parkplatz diente, bis auf den Boden abgeschnitten wurde. Hier ist dringend ein Nachpflanzen erforderlich, wie es die FWG-Fraktion im Ortsbeirat eingebracht hatte. Das Asphaltieren oder Pflastern um die Container, wie es die SPD-Mehrheit im Ortsbeirat dann durchgesetzt hat, hält die FWG für falsch, unnötig und bei der Haushaltssituation unpassend . Damit
zumindest der Sichtschutz auf die in unserem Ortsmittelpunkt nun hässlich freistehenden Glascontainer nachgepflanzt wird, mussten wir uns dem erweiterten Antrag der SPD anschließen. Hoffentlich findet die Verwaltung gute Gründe, damit nur die Hecke als Sichtschutz in ausreichender Höhe nachgepflanzt wird.

Erleichtert ist die FWG-Fraktion, dass in diesem Jahr mit unserer Unterstützung ein Vorgehen angeschoben wurde, dass hoffentlich dauerhaft ein größeres Wohnbaugebiet vom Bürger-Büsing-Haus bis zur Mühlbergstraße in unserem Wald verhindern wird. Entgegen dem früheren Beschluss der absoluten SPD-Mehrheit im Ortsbeirat Erzhütten-Wiesenthalerhof konnten wir in der Öffentlichkeit und im Stadtrat eine Mehrheit überzeugen, zunächst auf der Fläche des Bürger-Büsing-Hauses eine neue Lösung zu entwickeln. Dafür soll nun von der Stadt ein Gutachten beauftragt werden, welches nun wohl wegen der Corona-Pandemie und der zwischenzeitlichen Unterbringung Infizierter in dem Gebäude noch nicht beauftragt wurde. Leider hat die SPD ihren Mehrheitsbeschluss im Ortsbeirat trotz vieler gutklingender Worte bislang nicht korrigiert.

Etwa zwanzig Jahre nach der Entstehung des Neubaugebietes „Am Stollen“ wurde in 2020 endlich das Gelände der früheren Schlammtrocknungsanlage renaturiert. Vielfach hatte die FWG im Ortsbeirat dazu Anfragen gestellt und nachdrücklich die Fertigstellung der Geländemodellierung und Bepflanzung gefordert, denn eigentlich hätte der Rückbau laut Bebauungsplan als Ausgleichsmaßnahme bereits vor zwanzig Jahren zum Baubeginn des Wohngebietes umgesetzt sein müssen. Dankbar sind wir, dass die von uns in Gesprächen vorgeschlagene Erhaltung des Weges umgesetzt wurde und die WVE oder Stadtentwässerung den notwendigen Lückenschluss im Bereich des früheren Gebäudes finanziert und gebaut hat. Um größere Flächen verläuft ein Zaun, vermutlich um die jungen Pflanzen vor Verbiss durch Schwarz- und Rotwild zu schützen. Dies hätten wir uns gerne bei einem kleinen Einweihungsfest für die lange genug wartenden Anwohner von der Stadtentwässerung erklären lassen. Auch wann denn der Rückbau des Zaunes zu erwarten sein könnte und wann das entstehende Waldgebiet wieder frei begehbar sein soll.

Den entsprechenden Antrag für ein kleines Eröffnungsfest des Rad- und Fußweges hat die SPD-Mehrheit abgelehnt und es soll irgendwann an der Rütschhofstraße nachgeholt werden, wenn der Bachbahnradweg bis Weilerbach fertiggestellt ist. Das hat dann aber mit dieser Fertigstellung und dem Wohngebiet nichts mehr zu tun.

Vermutlich kam dieser FWG-Antrag einfach von der falschen Fraktion. Schade für die Idee, die Anwohner im Ortsteil und für die politische Kultur. Aber zur Demokratie gehören nun mal auch absolute Mehrheiten. Wir würden lieber zweimal feiern, wenn es wieder geht.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Reincke
für die FWG-Fraktion

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