Klares Nein zur Hochschulfusion!

Keine formulierten Ziele, keine erkennbaren Vorteile

Hochschulpolitik ist zwar keine kommunalpolitischeAufgabe, doch dieZukunft der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) ist eminent wichtig für unsere Stadt. Die Universität nimmt seit Jahrzehnten eine zentrale Rolle bei unserer Standortentwicklung ein. Ohne sie wäre der Strukturwandel von der Industriestadt hin zu einem Wissenschaftsstandort mit internationalem Renommee unvorstellbar gewesen.

„Die zukünftige Entwicklung der TUK geht uns daher alle an! Wir lehnen die geplante Fusion mit der Hochschule in Landau entschieden ab“, erklärt Franz Rheinheimer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Bei allem Verständnis für die Pläne einer perspektivischen Hochschulentwicklung seitens der Landesregierung... Doch was soll eine Fusion bewirken, die weder klare Ziele formuliert noch erkennbare Vorteile bringt? Da hilft auch keine Bürgerversammlung weiter. „Wir müssen hier massiv auf die Landesregierung einwirken! Lasst den Hochschulen mehr Entscheidungsfreiraum!“, fordert Rheinheimer.

Die lapidaren Aussagen der SPD in der Landtagsdiskussion am 20. Februar sind in den Augen der FWG-Fraktion unhaltbar. Dem zufolge solle die gesellschaftliche Relevanz der wissenschaftlichen Forschung stärker in den Fokus genommen werden. Das ist blanker Hohn und für die Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter der TUK ein Schlag ins Gesicht. Ob Grundlagenforschung in naher oder ferner Zukunft gesellschaftlich relevant wird, lässt sich kaum vorhersagen.

Wo bleibt hier der Einsatz des Kaiserslauterer Landtagsabgeordneten Andreas Rahm für unsere TUK und damit für unseren Standort? Die ehemaligen Professoren der TUK, die mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit den hervorragenden Ruf der Universität hart erarbeitet haben, vermögen die Bedeutung und Stellung der Institution in wissenschaftlichen Kreisen zu beurteilen. Sie fordern zu Recht den zuständigen Wissenschaftsminister Konrad Wolf auf, von einer Fusion abzusehen. Sie merken in ihrem Schreiben an, dass die Kommission zum Hochschulzukunftsprogramm Rheinland-Pfalz eine hochschulübergreifende Kooperation zwischen Landau und Kaiserslautern lediglich angeregt habe – mehr nicht. Wenn dies so zutrifft, ist der Minister nicht nur über das Ziel hinausgeschossen. Er und die Landesregierung haben dann unnötigerweise eine konfliktreiche und undemokratische Entscheidung getroffen.

 

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