Kostenfaktor Pfalztheater

Pressemitteilung der FWG-Stadtratsfraktion an das Amtsblatt Kaiserslautern vom 08.06.2016

Pfalztheater
Pfalztheater

Freiwillige Leistung für über 4,3 Millionen Euro?

Die Leistungen des Pfalztheaters sind weit über die regio­nalen Grenzen hin­weg an­er­kannt, doch den kommu­nalen Kosten­anteil in der aktu­ellen Höhe kann die Stadt nicht länger tragen. Die FWG-Frak­tion fordert daher den Stadt­vor­stand auf, un­ver­züg­lich nach zukunfts­fähigen Lösun­gen zur Auf­recht­er­haltung der belieb­ten Kunst- und Kultur­schmiede zu suchen.

In das Pfalztheater flossen allein im Jahr 2015 4,3 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt. Hinzu kommen die Kosten für die Bauunterhaltung, denn das Gebäude gehört der Stadt. Für 2016 wird sich der kommunale Anteil um weitere 300.000 bis 500.000 Euro aufgrund der Lohnkostensteigerungen erhöhen. Geregelt ist das in einem Vertrag zwischen der Stadt, dem Land und dem Bezirksverband aus dem Jahr 1986, den es mit Blick auf die exorbitante Finanzverschuldung der Stadt unverzüglich neu zu verhandeln gilt. Denn: solange die Kommunalaufsicht die Kosten für das Pfalztheater als freiwillige Leistungen wertet, steht die Einrichtung gleich mit den Freibädern, der Kammgarn oder dem Zoo.

Kostenmehrungen auf der einen Seite führen unweigerlich zu Einsparungen auf der anderen Seite, denn die Ausgaben sind mit einer Obergrenze gedeckelt. Wir müssen unbedingt verhindern, dass andere Einrichtungen am Ende geschlossen werden müssen, was bei solchen Kostenentwicklungen nicht auszuschließen ist! Die FWG-Fraktion verlangt deshalb schnellstmöglich nach neuen Regelungen, die dauerhaft und nachhaltig die Leistungsfähigkeit des Pfalztheaters sowie dessen 300 Mitarbeiter ebenso sichert, wie die der anderen öffentlichen Einrichtungen. Das Thema ist hinlänglich bekannt, nun gilt es endlich zu handeln und Nägel mit Köpfen zu machen! Dabei muss es im Interesse des Landes sein, Kunst und Kultur auf allen Ebenen gleichermaßen zu fördern und nicht nur speziellen Staatstheatern den finanziellen Vorrang zu gewähren!

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