Stellungnahme der FWG-Fraktion zur Bewerbung der Stadt als Austragungsort der EM 2024

FWG-Stadtratsfraktion

Die WM 2006 ist vielen Kaiserslauterern, die einige Spiele oder auch die Atmosphäre auf der Fanmeile erlebt haben, als Sommermärchen in Erinnerung geblieben. Kann man so ein Ereignis, das so viele positive Gefühle erzeugte, in Kaiserslautern wiederholen?

Diese Frage muss nüchtern und realistisch betrachtet werden. Die Mitglieder der FWG-Fraktion erinnern sich nämlich noch recht gut an die häufigen Nachforderungen der FIFA. Da musste viel Geld investiert werden. Für die Sicherheit der Besucher und generell für deren Betreuung hatte die Stadt sorgen.

Eine vorsichtige Kostenschätzung geht von 5 bis 8 Mio. Euro aus, die von der Stadt Kaiserslautern aufzubringen wären. Dazu ist aber die Stadt nicht in der Lage, denn diese Finanzmittel wären als freiwillige Leistung anzusehen. Wir können keine Zuschüsse zum Breitensport einschließlich des Betreibens von Schwimmbädern, Kammgarn, Zoo, Bibliothek und andere kulturelle Einrichtungen den Fußballbegeisterten für eine EM in Kaiserslautern opfern.

Die FWG-Fraktion weist darauf hin, dass sich eine Forschergruppe des Lehrstuhls für Strategie, Innovation und Kooperation der TU im Herbst 2016 (Siehe Rheinpfalz vom 3.11.2016) zur Nachhaltigkeit der WM 2006 geäußert hat. Die Wirtschaftswissenschaftler stellten fest, dass die Infrastruktur in Kaiserslautern anlässlich der WM verbessert wurde und dies einen nachhaltigen Effekt hat.

Die Situation um den 1.FCK und das Stadion, die finanziellen Belastungen sind leider aber auch nachhaltig, sie belasten die Stadt immer noch. Finanzielle Vorteile durch die WM sind – so die Wissenschaftler – nicht messbar, können also nicht angegeben oder gar beziffert werden. Das Sommermärchen sollte deshalb ein Märchen bleiben.

Zurück

Close Window